Die Löschenkohlsche Irrenanstalt auf dem Riesberg.....

 

. befand sich in den Häusern Riesberg 2 und 4, rechts vom grün eingerahmten Grundstück Riesberg 6.

 

Der Oekonom und Irrenanstaltsbesitzer Carl Heinrich Christian August Johann Löschenkohl (1862 – 23.02. 1913) wurde 1883/1884 Eigentümer des Anwesens auf dem Riesberg, das er von der unverehelichten Marie Dorothea Petersen aus Schleswig erworben hat, die seit 1876 Eigentümerin gewesen ist.

 

Hier betrieb er zusammen mit seiner Ehefrau Maria Catharina Löschenkohl, geb. Paulsen (31.01. 1863 in Flensburg – 09.07. 1950) eine Einrichtung für überwiegend kranke Frauen, die aus allen Teilen und allen Schichten Schleswig-Holsteins kamen.

 

Auch die Tochter Caroline Löschenkohl (ca. 1886 – 20.10. 1938 in Hamburg) hat hier wohl ihre Kindheit verbracht.

 

Die ersten geisteskranken Frauen sind hier 1885 gestorben, die letzte bekannte Eintragung erfolgte 1919. Somit hat die Irrenanstalt mindestens 34 Jahre bestanden.

Als die Ehefrau 1902 für ihren Mann einen Antrag auf Aufnahme im Krankenhaus stellte, wurde Löschenkohl von dem Arzt Dr. Wieck in Schleswig auf seinen Geisteszustand untersucht und eine schwere Melancholie festgestellt. Die Staatsanwaltschaft hat am 13.03. 1903 seine Entmündigung eingeleitet.

 

Hier hat auch der Irrenanstaltspförtner Friedrich Georg Bernhard Juhl mit seiner Ehefrau Anna Dorothea, geb. Jürgensen gewohnt.

 

Das Anwesen wurde 1921 an den Pferdehändler Friedrich König und den Landmann Marcus Petersen aus Schuby je zur Hälfte veräußert. 1927 wurde die Witwe Dora Jürgensen, geb. Langmaak aus Eckernförde Eigentümerin. Ihr folgte 1932 der Bildhauer und Versicherungsagent Johann Lorenzen (1876 – 1957).

 

Maria Löschenkohl hat bis zuletzt trotz ihren hohen Alters und des getrübten Augenlichts ihren Haushalt selbständig geführt.

 

 

 

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